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.Weimar
   

Abschlüsse an der Freien Waldorfschule Weimar

Die reguläre Schulzeit an der Freien Waldorfschule Weimar (FWS) beträgt 12 Jahre. Dies ist in den menschenkundlichen Gesichtspunkten der Waldorfpädagogik begründet. Wir verweisen auf die Schriften zum Schulkonzept, in denen dies genauer ausgeführt ist. Hier nur so viel, dass die Waldorfpädagogik davon ausgeht, dass die Jugendlichen (auch sogenannte "Hauptschüler"!) im Grunde bis etwa zum 18. Lebensjahr im Raum "Schule" Leib und Seele ausbilden sollten. Der Lehrplan ist auf diese 12 Schuljahre abgestimmt, so dass Wert darauf gelegt wird, dass im allgemeinen die Schüler die zwölf Jahre bei uns durchlaufen, um dann den Waldorfschul-Abschluss zu erwerben.

1. Der Waldorfschul-Abschluss in Weimar

Zum einen erarbeiten die Schüler ein größeres Bühnenprojekt. Hier wird auf den verschiedensten Gebieten gezeigt, wie weit die Fähigkeit der Schüler entwickelt ist, an ein größeres Projekt gemeinsam heranzugehen und es in angemessener Form fertig zu stellen.
Zum zweiten wählen sich die Schüler in der Mitte der 11. Klasse eine Jahresarbeit, die sie im Lauf der 12. Klasse beenden und in einem Kolloquium öffentlich zu verteidigen haben. Diese Arbeit kann praktischen, künstlerischen oder theoretischen Charakter haben. Hier zeigen die Schüler, wie gut sie selbständig über längere Zeit an einem Thema, einem Exponat oder sonst an einem Projekt arbeiten können. Die Arbeit sowie insbesondere der Vortrag werden von einer durch die Waldorfschule berufenen Kommission beurteilt.
Ist die Arbeit bei dem Bühnenprojekt anzuerkennen, ist die Jahresarbeit ordentlich angefertigt und deren Verteidigung mit ansprechendem Niveau vor sich gegangen und wurde in den einzelnen Fachgebieten und Praktika Akzeptables geleistet, haben die Jugendlichen die Waldorfschule Weimar erfolgreich absolviert.
Danach setzen die staatlich anerkannten Prüfungen ein bzw. das dreizehnte Jahr zur Vorbereitung auf das Abitur.

2. Allgemeines zu den staatlich anerkannten Abschlüssen

Nach § 151 der Thüringer Schulordnung (Prüfungen für Schüler an Waldorfschulen) können das Abitur, der Realschulabschluss und auch der Hauptschulabschluss erworben werden.

2.1. Prüfungsort
Die Prüfungen können im Prinzip in der Waldorfschule stattfinden.
Da aber die mitbeaufsichtigenden Kollegen aus der Staatsschule, die durch das Schulamt in die Prüfungskommission an der FWS berufen worden sind, am gleichen Tag zur gleichen Zeit in ihrer eigenen Schule Aufsicht leisten müssen, finden in einer Übergangszeit die schriftlichen, zentral gestellten Prüfungen in einer staatlichen Schule statt. Die mündlichen Abiturprüfungen finden in der Freien Waldorfschule Weimar statt, die mündlichen Realschulprüfungen bis auf weiteres in einer staatlichen Regelschule.

2.2. Zeitliche Lage der staatlichen Prüfungen und Bildungsgang
Aus dem oben unter 1. Dargestellten ergibt sich, dass durch den veränderten Lehrplan alle weiteren Abschlüsse im Vergleich zur staatlichen Schule in späteren Schuljahren erworben werden. Ein Schüler wird dann entweder auf den Hauptschulabschluss in der 10. Klasse, den Realschulabschluss in der 12. Klasse oder das Abitur in der 13. Klasse vorbereitet.
Auf welchen der beiden zuletzt genannten Abschlüsse der Schüler zugeht, wird in der 11. Klasse in einem Gespräch, an dem der Schüler, die Eltern, der Klassenbetreuer und eventuell auch Fachlehrer teilnehmen, gemeinsam beraten und entschieden. Grundlage dieser Entscheidung sind die Leistungen und die Intentionen des Schülers.

3. Die Erlangung der Hochschulreife (Abitur)

Da die Abiturprüfung eine viel umfassendere Vorbereitung verlangt, wird eine 13. Klasse zu diesem Zweck eingerichtet. Gezielte Vorbereitungen, welche sich im Waldorflehrplan integrieren lassen, finden schon in der 12. Klasse sowohl im "Hauptunterricht" als auch in den Fachstunden statt. Die Bezeichnungen Leistungs- und Grundkurs werden ab dem Schuljahr 2010/2011 ersetzt durch Fächer mit erhöhtem (eA) und Fächer mit grundlegendem Anforderungsniveau (gA). Die Fächer Deutsch und Mathematik müssen als schriftliche Prüfung mit erhöhtem Anforderungsniveau abgelegt werden. Die Prüflinge müssen in zwei Sprachen geprüft werden, davon kann eine Prüfung auch schriftlich sein. Die Wahlmöglichkeiten für die beiden Vorleistungsfächer (Fächer in denen Waldorfschüler die Note des 2. Halbjahres 13. Klasse als Endnote ins Abitur einbringen können) besteht zwischen Biologie, Chemie, Musik und Kunst.

4. Der Realschulabschluss

Der Realschulabschluss kann am Ende der 12. Klasse erworben werden.
Um eine optimale Prüfungsvorbereitung zu gewährleisten, bekommen die Schüler, die sich auf diese Prüfung vorbereiten, in den Fachstunden einen gesonderten Unterricht. Im Fach Mathematik gilt dies auch für den Hauptunterricht.

5. Der Hauptschulabschluss

Der Hauptschulabschluss kann nur in der 10. Klasse erworben werden.
Die Prüfungsvorbereitungen werden gesondert an der Schule eingerichtet und laufen teilweise parallel zum normalen Unterricht. Es nehmen nur Schüler, die die Prüfung ablegen wollen, an dieser Vorbereitung teil.

Freie Waldorfschule Weimar - Prüfungsergebnisse im Schuljahr 2009/10

Freie Waldorfschule Weimar - Prüfungsergebnisse im Schuljahr 2008/09

Freie Waldorfschule Weimar - Prüfungsergebnisse im Schuljahr 2007/08



 
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