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Der große Salon
Von der Halle aus gelangte man früher in den Großen Salon. Der Große Salon ist jetzt Gruppenraum. Die Farben an den Wänden entsprechen wie in vielen Räumen den Originalfarben. Auch die gebogene östliche Fensterwand, die in sich Blumenbank und Kamin vereinigt, ist so noch erhalten. Die Inneneinrichtung zeigt natürlich, dass sich im Salon jetzt eine Kindergartengruppe befindet: kleine Tische und Stühle, einiges freilassendes Spielzeug. Jeden Morgen kommen hier etwa fünfzehn Kinder zusammen, teilweise verträumt, teilweise gleich richtig aktiv. An einer Seite des Raumes befindet sich eine Küchenzeile. Jeden Tag wird hier mit den Kindern zusammen das zweite Frühstück zubereitet. Mindestens zweimal in der Woche wird gebacken. Auch Saft oder Marmelade werden hergestellt und dann verzehrt. Bei diesen Arbeiten können die Kinder helfen und sie tun es gern.
Aber auch, wenn sie nicht direkt dabei sind: Allein das Tätigsein des Erwachsenen ist eine Stimulanz für die Kleinen. Ist der Erwachsene mit Freude und Ernsthaftigkeit bei seiner Arbeit und ist diese Arbeit auch noch eine, bei der man etwas sehen kann, regt sie die Kinder zum eigenen freien Spiel an. Wichtigeres oder Besseres kann man kaum erreichen!
Der Garten
Vor dem Mittagessen geht es hinaus in den großen Garten. Die Anlage der Treppen draußen am Hang entspricht noch dem damaligen Zustand, teilweise auch die Bepflanzung. Nur: Die Treppen müssen heute, weil es die Vorschrift so will, ein Geländer haben. Die beiden Sandkästen allerdings hat es zu Zeiten des Herrn Henneberg nicht gegeben, Rutsche, Schaukel und Klettergerüst sicher auch nicht.
Das Speisezimmer
Nach dem Mittagessen geht es in das Speisezimmer. Jedenfalls war es das damals. Heute ist es der Schlafraum. So können die Kinder, die über Mittag im Kindergarten bleiben, in einem ausgeruhten Raum ihre Mittagsruhe halten. Der Grundriss des Raumes ist durch einen Bogen in der Fensterfront vergrößert. So gewinnt der Raum sehr.
Die Bettchen sind im Kreis aufgestellt, jedes mit einem kleinen Himmel aus Seidenstoff. Wären es sieben und hätten sie verschiedene Größe, würde man sich hinter die sieben Berge zu den sieben Zwergen versetzt fühlen. Sicher hätte Schneewittchen sich auch so um die kleinen Schläfer gekümmert wie die Kindergärtnerinnen. Manchmal haben Eltern ja Schwierigkeiten, ihr Kind in den Schlaf zu bekommen. Und dann so viele?! Wie mag das gehen ohne Krampf und Kampf? Es geht! Man muss abspüren, ob die Kinder sich rundum wohl fühlen; man muss dafür sorgen. Ist das Mittagessen in Ruhe eingenommen worden? Haben die Kinder sich ein bisschen frisch gemacht? Dann schlafen sie nämlich auch, besonders, wenn der Mittagschlaf tägliche Gepflogenheit ist. Und bei einigen Kindern müssen die Kindergärtnerinnen erst noch für warme Füße sorgen: Mit kalten Füßen würden auch Erwachsene schlecht einschlafen.
Nach dem Schlaf können die ausgeruhten Kinder von den Eltern abgeholt werden wenn die Erzieherin rechtzeitig wieder wach wird...
Das Herrenzimmer
Noch ein Raum liegt an der Halle: Das Herrenzimmer. Das Interieur des Herrenzimmers ist original wieder hergestellt worden. Hier ist jetzt das Mitarbeiterinnenzimmer. Hätte man es selbst gestaltet, würde es sicher anders aussehen, das kann man sich denken. So ist es eben ein bisschen Museum.
Die oberen Etagen
In der oberen Etage sind die herrschaftlichen Schlafzimmer gewesen, jetzt sind hier die drei anderen Gruppen untergebracht. Hier endet das achteckige Treppenhaus.
Im Dach, erreichbar über die Dienstbotentreppe, logierten die Dienstmädchen; heute ist die Etage Wohnung.
So ist das van de Veldesche Haus wieder zum Leben erwacht nach seinem Dornröschenschlaf. Es wird im Jahr 2014 Hundert. 
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